«Angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche werden dualistische Denkmodelle und klar definierte Hierarchien zwischen Natur und Technik grundlegend infrage gestellt. An ihre Stelle tritt ein relationales Gefüge, in dem der Mensch nicht länger als autonome Instanz erscheint, sondern seinen Platz innerhalb komplexer Verflechtungen neu verhandeln muss.
Die in der Ausstellung gezeigten künstlerischen Perspektiven bewegen sich in diesem Spannungsfeld, in dem sich organische und technologische, aber auch mediale Ebenen überlagern. Sie loten die Rahmenbedingungen eines modernen, medial und technisch strukturierten Lebens aus, das von einem
Drang nach Ordnung, aber gleichzeitig auch von Unsicherheiten geprägt ist. Die in diesem Kontext entstehenden Bildwelten sind entsprechend ambivalent ausgeprägt, analysierend und zur explorativen Auseinandersetzung anregend, aber auch instabil, fragmentiert und bedrohlich. Es wird erfahrbar gemacht, wie sich menschliche Existenz in relationalen, medial und technologisch geprägten Zusammenhängen neu zu konstituieren versucht.» Dino Gooß
Kurator:innen: fantastic little splash (Lera Malchenko & Oleksandr Hants) und Videocity







