THE LANDSCAPE AND THE FURY
CH 2024, 138', DCP, OV/d/f. Regie Nicole Vögele. Drehbuch Nicole Vögele.
Nicole Vögele stellt in ihrem kinematografischen Essay in der Region rund um die bosnisch-kroatische Grenze existenzielle Fragen nach Heimat, Flucht, Kriegsgewalt, aber auch Alltäglichkeit und Zufall – und erhielt den Grand Prix Visions du Réel 2024.
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Rex 11
An der bosnisch-kroatischen EU-Aussengrenze kreuzen sich die Wege von Migrant:innen und Einheimischen. Die Narben des Krieges aus den 90er-Jahren verbinden sich mit den Schicksalen der Flüchtenden von heute. Ein tief in der Erde verankerter Film, ein Kaleidoskop aus Landschaft und Wahn.
«Die Grenze zwischen Bosnien und Herzegowina und dem EU-Mitglied Kroatien verläuft durch Wälder, Flüsse und Gebirge. Eine Landschaft, die man ‹schön› nennen könnte, wären da nicht die vielen Spuren von Krieg und Gewalt: Absperrbänder, die vor Minen warnen, ein verrosteter Panzer im Laub, aufgeweichte Passbilder im Gras und immer wieder kaputte Handys, Rucksäcke, Schuhe. (...) The Landscape and the Fury ist eine erhellende sensorische Erfahrung. An der Situation der Menschen an der Grenze wird er wohl nichts verändern – dafür eigne sich ihre journalistische Arbeit um einiges besser, sagt Vögele. Aber die ‹gleichgültigen› Landschaften im Film erinnern uns daran, wie unsinnig Grenzen und wie absurd Kriege sind.» Julia Zutavern, WOZ