POOJA, SIR
NP 2024, 109', DCP, OV/d/f. Ab 16 J., Regie Deepak Rauniyar. Drehbuch Deepak Rauniyar, David Barker, Asha Magrati. Mit Asha Magrati, Nikita Chandak, Bijay Baral, Dayahang Rai, Reecha Sharma, Parmeshwor Kumar Jha, Gaumaya Gurung.
Die Kommissarin Pooja wird in eine nepalesische Grenzstadt geschickt, um zwei entführte Jungen zu finden. Deepak Rauniyar (White Sun) realisiert einen ergreifenden Politkrimi, der tief in der nepalesischen Realität verankert ist.
2015 wurde der Süden von Nepal durch einen grossen Aufstand der dunkelhäutigen Madhesi erschüttert, einer ethnischen Minderheit, die auf den Strassen heftig gegen einen neuen Verfassungsentwurf protestierte, der ihre Rechte missachtete. Vor diesem Hintergrund siedelt Deepak Rauniyar seinen Spielfilm an: In der brütenden Sommerhitze wird die Detektivin Pooja in die Grenzregion geschickt, um dort einen Fall von Kindesentführung zu lösen. Weil einer der entführten Jungen der Sohn einflussreicher Eltern ist, liegt der Verdacht auf politische Motive nahe. Doch nach und nach kommt Pooja, die als weibliche und lesbische Polizistin gleich mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt ist, einer anderen bitteren Wahrheit auf die Spur. Unter dem Druck ihrer Vorgesetzten versucht sie sich mithilfe einer Madhesi-Polizistin entschlossen in der Männerdomäne zu behaupten.
Deepak Rauniyar hat einen Krimi geschrieben, in dem jede Wendung eine Facette der Ungerechtigkeit beleuchtet. Inspiriert von realen Ereignissen, die während der heftigen Proteste 2015 in Südnepal stattfanden, stützt er sich auf wahre Zeugenaussagen und eigene Erfahrungen mit Diskriminierung und wirft damit einen scharfen Blick auf interethnische Spannungen in einer vom Kastensystem geprägten Gesellschaft.









