Moolaadé
SN/BF/MA/TN/CM/FR 2003, OV/d. Regie Ousmane Sembene. Drehbuch Ousmane Sembene. Mit Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène Diarra, Salimata Traoré, Dominique Seïda, Mah Compaoré.
In einem senegalesischen Dorf wollen sich vier Mädchen der rituellen Beschneidung entziehen, indem sie bei einer Frau Schutz suchen, die bereits ihre eigene Tochter vor der genitalen Verstümmelung bewahrt hat. Der neuerliche Affront gegen die Initiation ins Dasein als erwachsene Frau alarmiert die Männer, die ihre Vormachtstellung bedroht sehen.
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Rex 11 LichtspielL
«Collé ist eine mutige Frau mit starkem Willen. Sie schafft es, ihre Tochter vor der Beschneidung zu bewahren, denn sie lehnt diese grausame Praktik ab. Als später vier Mädchen, denen das gleiche Schicksal droht, Schutz bei ihr suchen, beruft Collé sich auf den altehrwürdigen Brauch des Moolaadé: das Recht auf eine unantastbare Zufluchtsstätte. Selbst als die Heirat ihrer Tochter gefährdet wird, behauptet Collé ihre Stellung. Der Konflikt spaltet die Dorfgemeinschaft zunehmend …» Xenix Filmdistribution
«In 38 Ländern von insgesamt 54 der Afrikanischen Union wird die rituelle Beschneidung junger Mädchen praktiziert. Ousmane Sembène hat sich mit dieser barbarischen Tradition, ihren Ursprüngen und aktuellen Praktiken im Senegal befasst. Und zeigt ohne aufklärerischen Gestus das nahezu unentwirrbare Ineinander uralter patriarchalischer Strukturen, das moderne Afrika und die individuelle Rebellion einer jungen Frau gegen die Gewalt in ihrem Dorf. (…) In einfachen, klaren Bildern erzählt Sembène von einem unauflösbaren Dilemma, in dem die althergebrachte Tradition das Recht auf Schutz aufzuheben scheint. Der souveräne Duktus, mit dem die Figuren und Positionen umrissen werden, zeugt von Altersweisheit, von Film- und Lebenserfahrung (…).» Christoph Huber, Viennale





