A BRIGHTER SUMMER DAY
TW 1991, 237', DCP, OV/e. Regie Edward Yang. Drehbuch Edward Yang, Alex Yang, Lai Ming-tang, Hung Hung. Mit Chang Chen, Lisa Yang, Chang Kuo-chu, Elaine Jin, Wang Juan.
Taiwan, 1960er-Jahre. Der junge Xiao Si’r kommt auf die Oberschule und treibt mit seinen Freunden allerlei Unfug. Um sie herum liefern sich zwei rivalisierende Banden einen Kampf, doch Xiao Si’r hält sich von deren Machenschaften fern – bis zu dem Tag, an dem er Ming kennenlernt und sich in sie verliebt. Doch sie ist die Freundin von Honey, dem Anführer einer der beiden Banden…
«Mit A Brighter Summer Day verbindet der Regisseur Edward Yang auf geniale Weise die grosse und die kleine Geschichte. Zwischen intimer Erzählung von jugendlicher Liebe und Rivalitäten und einem Epos über ein Land im Umbruch zeichnet dieses Meisterwerk die Verunsicherung einer Jugend in einer grossartigen, romanhaften Komposition nach, die an grosse Gemälde und grandiose Epen erinnert.» Cinémas du Grütli
«An der Oberfläche geht es um die Verwicklung eines Jungen in Bandenrivalitäten (...) und um seine erste Liebeserfahrung. Auf einer tieferen Ebene aber handelt der Film von einer Übergangsgesellschaft auf der Suche nach ihrer Identität, während sie sich von Rotchina immer weiter entfernt und der Amerikanisierung immer mehr zuneigt. Vom gemessenen Rhythmus des Films lasse man sich keinesfalls beirren, denn der dabei angesammelte Reichtum an Details verdichtet sich und verleiht dem Finale eine überwältigende, schockierende Kraft.» Geoff Andrew, «Time Out Film Guide»
«Eine meisterhafte Studie über Unsicherheit, Gewalt und Zerstörung in einer Ära der Kommunistenhatz und verzweifelten Aufrechterhaltung des Traums der Kuomintang von der Rückkehr in die Heimat, das (kommunistische) Festland. Virtuos inszeniert in einer vielschichtigen Mischung diverser Stilrichtungen, wobei sensibel gestaltete Schönheit bruchlos neben krassem Naturalismus steht.» Lexikon des internationalen Films





