«Für diese Trilogie habe ich Spaziergänge durch Beatenberg im Sinne von Robert Walser unternommen. Der Schriftsteller schätzte das, was man gemeinhin als das Gewöhnliche bezeichnet. Dabei achtete er auf das menschliche und nicht menschliche Zusammenspiel mit der Natur – wobei als ‹Natur› das anzunehmen ist, was Menschen darunter verstehen.
Die scheinbare Natürlichkeit der Natur, die wir um uns herum formen und damit erklären, was sie zu sein hat und was nicht, ist eine lustige Angelegenheit und auch ein Geschäft. Wir alle tragen hierzu bei. Ähnlich wie bei der Frage, was Kunst ist und was nicht, könnte man zum Schluss kommen, dass alles Natur ist. Wenn dem so ist, dann wäre alles gewöhnlich?
Das Dorf ist bekannt als einer der besten Aussichtspunkte auf die Berner Alpen und mit Blick auf den tiefblauen Thunersee, d.h. für seine natürliche Schönheit. Die ‹Schönheit und gar das Göttliche in allen Dingen› einfangen, durch das heutige Beatenberg spazieren und die Natur einfangen war mein Anliegen. Weder Drachen, Mönche, Eremiten oder UFOs interessierten mich, welche ihre Schleier aus der Vergangenheit über Beatenberg legen. Ich begegnete Drohnen, einem Menschen aus Backwaren, Flugzeugen, mit Natur-Szenerien bemalten Mülltonnen und vielen Anwohner:innen, die Gras schneiden.» James Stephen Wright
Kuratorin: Andrea Domesle, Videocity



