Hommage Edna Politi
01. – 22.11.2026
In Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen, der Cinémathèque suisse und Memoriav zeigt das REX die Nahost-Trilogie von Edna Politi, Ehrengast der Solothurner Filmtage 2026: Die in Genf lebende Filmemacherin erkundet darin das arabisch-israelische Zusammenleben. Die drei ersten Vorstellungen finden im Rahmen des Welttags des audiovisuellen Erbes (27.10.–10.11.) statt.
Edna Politi (*1948), libanesische Jüdin, ist im Libanon geboren und aufgewachsen. Später wurde sie zunächst israelische, dann französisch-europäische Staatsbügerin und lebt seit vier Jahrzehnten in Genf. Sie bewegt sich zwischen der arabischen, jüdischen und europäischen Kultur. Als Stimme und Vertreterin des interkulturellen Dialogs hat sie über 30 Spiel- und Dokumentarfilme in Deutschland, Frankreich, Israel und der Schweiz realisiert.
In den 1970er-Jahren gehört Edna Politi zu den ersten Frauen, die an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) ausgebildet werden. Während des Oktoberkriegs 1973 dreht sie ihren ersten Film, Für die Palästinenser, eine Israelin berichtet – ein historisch fundierter, analytischer Dokumentarfilm zur damals aktuellen Lage. Ebenso differenziert ist ihr Porträt Anou Banou – Die Töchter der Utopie (1983) von sechs Frauen, die in den 1920er-Jahren aus zionistischen, sozialistischen und feministischen Überzeugungen nach Palästina emigrieren. Zusammen mit dem Spielfilm Wie das Meer und seine Wogen (1979) bilden die drei Werke eine Trilogie, die Politik und Poesie verbindet und dem Publikum die Komplexität der Situation am östlichen Mittelmeer vor Augen führt.
Im Januar 2026 ehrten die 61. Solothurner Filmtage Edna Politi mit einer Retrospektive. Ihre Nahost-Trilogie – aktueller denn je – wurde zu diesem Anlass digitalisiert.
Weitere Informationen zu Edna Politi inklusive Videobeitrag finden Sie auf der Memoriav-Seite.


