TO BE OR NOT TO BE
US 1942, 99', Digital HD, E/d. Regie Ernst Lubitsch. Drehbuch Edwin Justus Mayer, nach einer Geschichte von Ernst Lubitsch, Melchior Lengyel. Mit Robert Stack, Carole Lombard, Jack Benny, Felix Bressart.
Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller:innen beschreibt und die Schauspieler:innentruppe als tragikomische Held:innen ehrt.
«Warschau, im Herbst 1939. Während eine Schauspieltruppe, darunter auch ein in schnippischer Rivalität verbundenes Ehepaar (er: eitel, aber unbegabt, sie: glamourös, aber untreu) ein Anti-Nazi-Stück probt, marschieren jene in Polen ein. Zwar wird das Stück sofort abgesetzt, doch finden sich die Schauspieler:innen bald in neuen Rollen wieder: Um einen deutschen Spion zu entlarven, schlüpfen sie kurzerhand in die Kostüme der Aggressoren. Ein geniales Verwirrspiel zwischen Theater und Realität nimmt seinen Lauf, das den Verbrechern mit Spiegelungen und Doppeldeutigkeiten zu Leibe rückt. Während sich vor Lubitschs Kamera zahlreiche Exilant:innen einfinden, wird die Satire bei ihrem Erscheinen angesichts der Weltlage nicht von allen goutiert. Heute zählt sie unbestritten zur Königsklasse ihrer Zunft.» Florian Widegger, Filmarchiv Austria


