THE MARRIAGE CIRCLE
US 1924, 89', DCP, stumm mit englischen Zwischentiteln. Regie Ernst Lubitsch. Drehbuch Paul Bern nach einem Theaterstück von Lothar Schmidt. Mit Marie Prevost, Florence Vidor, Adolphe Menjou, Monte Blue, Creighton Hale.
Die Geschichte zweier denkbar ungleicher Ehepaare, von denen sich das eine auseinander gelebt hat, während das andere noch immer in heftiger Liebe zueinander entflammt ist. Als die frustrierte Ehefrau die Seiten zu wechseln versucht und der (Geschäfts-)Partner ihres Manns ins (Liebes-)Spiel eingreift, scheinen das Chaos und das schlechte Ende vorhersehbar.
«Die fesche Mizzi hat von ihrem schnurrbärtigen Gatten Prof. Stock die Nase voll und wirft sich dem schnurrbartlosen Mann ihrer besten Freundin an den Hals. So setzt sie ein Karussell in Gang, auf dem Verliebte und Verlassene, Idealist:innen und Zyniker:innen, Bartträger und Glattrasierte in merkwürdiger Harmonie im Kreise fahren. Mizzis Ehemann heuert einen Detektiv an, um sie zu beschatten; ihre Freundin küsst versehentlich den Falschen; alle belauern einander. Es ist ein einziges Spiel mit dem Feuer, das der gebürtige Berliner Ernst Lubitsch hier vorführt: Wer wird sich wann die Finger oder andere Extremitäten verbrennen?» Zeughauskino Berlin
«Auch in der neuen Heimat erzählen die meisten von Lubitschs Filmen von der alten. Ausgerechnet Wien, ‹the city of laughter and romance›, ist der ferne Schauplatz dieser von Verwechslung, Rollentausch und überraschenden Wendungen gekennzeichneten – wie man sie in Ermangelung eines besseren Begriffs nannte – ‹Sex Comedy›. (…) The Marriage Circle gilt als erster Beweis dafür, dass auch Filmkomödien in künstlerischer Hinsicht Massstäbe setzen können, und zählt zu den Lieblingsfilmen von Hitchcock, Chaplin und Kurosawa. Der Schöpfer dieses eleganten wie frivol-raffinierten Lustspiels liebte dieses von all seinen Werken am meisten.» Florian Widegger, Filmarchiv Austria

