THE LOVE PARADE
US 1929, 107', Digital HD, E/e. Regie Ernst Lubitsch. Drehbuch Ernest Vajda, Guy Bolton nach dem Theaterstück von Léon Xanrof, Jules Chancel. Mit Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Lupino Lane, Lillian Roth, Eugene Pallette, Edgar Norton, Lionel Belmore.
Mit seinem ersten Tonfilm etablierte Ernst Lubitsch das Genre der Tonfilmoperette und kreierte mit Maurice Chevalier und Jeanette MacDonald, die hier ihr Leinwanddebüt gab, deren Traumpaar.
«Graf Alfred Renard führt in Paris als Militärattaché des Königreichs Sylvania ein lockeres Leben. Damit das Ansehen des Landes keinen moralischen Schaden nimmt, wird er nach zahlreichen Klagen von Ehemännern, deren Frauen seinem Charme erlegen sind, aus dem diplomatischen Dienst entlassen und zurückbeordert. Die Kabinettsmitglieder drängen die junge, noch unverheiratete Königin Luise zu einer harten Bestrafung Alfreds. Luise zitiert ihn zu sich – und verlangt, dass er fortan seine Fähigkeiten im königlichen Palast unter Beweis stellt.» Arsenal Berlin
«In seinem ersten Tonfilm erhob Ernst Lubitsch ‹Der Widerspenstigen Zähmung› in den höheren Adelsstand. Während die Stars Maurice Chevalier und Jeanette MacDonald ihren Geschlechterkampf nach allen Regeln des ‹Lubitsch-Touchs› mit erotischer Finesse führen, erinnert der spiegelbildliche Streit zwischen ihrer Dienerschaft an die groben Scherze in Lubitschs frühem Schwank Kohlhiesels Töchter. Mit seinen hyperrealen Gesangseinlagen prägte The Love Parade das Genre der Tonfilmoperette. Ernst Lubitsch, 1929: ‹Das Publikum muss die Fähigkeit haben, sich in eine Welt zu versetzen, in der Menschen sich gegenseitig ihre Gefühle durch Gesang vermitteln.›» Berlinale


