Tania la Guerrillera
Schweiz/Deutschland 1991, 88', DCP, OV/d. Regie Heidi Specogna. Drehbuch Heidi Specogna.
Vorstellung am Freitag, 6. März in Anwesenheit von Heidi Specogna. Das Filmgespräch mit ihr führt Marcy Goldberg.
Im August 1967 – wenige Monate vor Ernesto Guevaras Tod – gerät seine Nachhut in den Hinterhalt des bolivianischen Militärs und wird fast restlos aufgerieben. Unter den gefallenen Guerrilleros befindet sich eine Frau, deren Identität erst Monate später bekannt wird: Tamara Bunke, DDR-Bürgerin, 30 Jahre alt. Die Tochter deutscher Kommunisten war 1961 nach Kuba gereist und für eine besondere Mission ausgebildet worden: Unter einer neuen Identität sollte sie die Organisation der zukünftigen bolivianischen Guerrilla vorbereiten.
«Die in Berlin lebende Schweizerin Heidi Specogna zeichnet in ihrem Film kein Heldinnen-Porträt, sondern rückt den Menschen Tamara in den Mittelpunkt. Neben Eltern, Freunden, Mitstreitern, Nachbarn und Leuten von der Strasse kommt auch sie selbst in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen zu Wort. Das alles montiert die Regisseurin geschickt mit Bildern und Musik zu einem Mosaik, das zwischen gestern und heute eine Brücke schlägt.» taz, 8. 10. 1991