Personal Shopper
Personal Shopper
Frankreich 2016, 105', DCP, OV/d. Regie Olivier Assayas. Drehbuch Olivier Assayas. Mit Kristen Stewart, Lars Eidinger, Sigrid Bouaziz, Anders Danielsen Lie, Nora von Waldstätten.
Kristen Stewart sieht Geister: Zwei Jahre nach Sils Maria hat Olivier Assayas wieder einen Film mit dem Twilight-Star in der Hauptrolle realisiert. Personal Shopper, mit dem der Franzose in Cannes den Regie-Preis gewann, ist ein melancholisch gestimmter Mix aus Psychothriller, Modewelt-Satire und Geistergeschichte.
«Maureen weiss, wie man teure Mode trägt. Sie ist in der Fashionwelt zu Hause – und hat einen bizarren Job gefasst: Als Personal Shopper besorgt sie in den exquisitesten Boutiquen von Paris die Garderobe einer arroganten Celebrity-Dame, die sie allerdings kaum zu Gesicht bekommt. Doch das ist nicht, was die junge Amerikanerin wirklich interessiert. Maureen ist ein Medium, und so ist es für sie nichts Fremdes, mit Geistern in Kontakt zu treten. Seit ihr geliebter Zwillingsbruder in der französischen Hauptstadt an einer Herzkrankheit gestorben ist, sucht sie in dessen leerstehendem Haus nach einem Zeichen von ihm – so weit vergeblich. Eines Tages aber tauchen auf ihrem Handy-Display Textnachrichten von einem mysteriösen Unbekannten auf und Maureen sieht sich einer psychischen Belastung ausgesetzt, die sie so nicht kannte. Olivier Assayas‘ neues Regiewerk fordert, betört und unterläuft jegliche Erwartungen. Ein cineastischer Coup.» (Zurich Film Festival)
«Personal Shopper ist ein verspielter Film und – wie oft bei Assayas – auch ein Spiel mit dem Genrekino. Olivier Assayas ist ein kreativer Eklektiker, ein Sammler und Bastler des Kinos mit einem guten Gespür für das mysteriöse und das Undurchsichtige in der Filmgeschichte.» (Sennhausers Filmblog)
«Geisterfilme habe eine lange Tradition, und Personal Shopper tritt mit Bravour und Verve in die Fussstapfen einiger der besten Beispiele dieses Genres. Assayas versieht seine Geschichte mit persönlichen Anklängen, was die Obsessionen, die seine Heldin umtreiben, sehr nachvollziehbar macht. Maureen changiert zwischen der oberflächlichen Welt ihrer Arbeitgeberin und der dunklen und rätselhaften Umgebung, in der sie ihren verstorbenen Bruder ausmacht. Einerseits befolgen Assayas und Kristen Stewart die Genre-Konventionen, andererseits spielen sie gekonnt mit ihnen und kreieren so einen fast altmodischen Film-Spass.» (Toronto International Film Festival)