LUBO
IT/CH 2023, 180', DCP, OV/d. Ab 12 (14) J., Regie Giorgio Diritti. Drehbuch Giorgio Diritti, Fredo Valla, frei nach dem Roman «Il seminatore» von Mario Cavatore. Mit Franz Rogowski, Christophe Sermet, Valentina Bellè, Noémie Besedes, Cecilia Steiner, Joel Basman, Phlippe Graber, Massimiliano Caprara.
Franz Rogowski überzeugt im Drama von Giorgio Diritti als jenischer Strassenmusiker, der mit allen Mitteln um seine Kinder kämpft, die Opfer des rassistischen Umerziehungssystems «Kinder der Landstrasse» wurden. Die italienisch-schweizerische Koproduktion lief 2023 im Wettbewerb des Filmfestivals Venedig.
Lubo ist ein jenischer Strassenmusiker, der 1939 zur Schweizer Armee einberufen wird, um die Grenzen des Landes gegen die Gefahr einer deutschen Invasion zu verteidigen. Kurz darauf erfährt er, dass seine Frau bei dem Versuch gestorben ist, die Gendarmen daran zu hindern, ihre drei kleinen Kinder mitzunehmen, die als Jenische im Rahmen des nationalen Umerziehungsprogramms «Kinder der Landstrasse» aus der Familie entfernt worden sind. Fortan hat Lubo nur noch ein Ziel vor Augen: seine Kinder zurückzuholen. Basierend auf Mario Cavatores Roman «Il seminatore», setzt sich Giorgio Diritti in seinem Drama mit einem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte auseinander.
«Der Film erzählt von einem einsamen Mann, dem man alles genommen hat, in einer Zeit und in einem politischen System, in dem der Staat grauenhafte Verbrechen begeht. Menschen, die in einem derart monströsen System leben, können selbst zu Monstern werden.» Giorgio Diritti