DIE PUPPE
US 1919, 68', DCP, stumm mit deutschen Zwischentiteln. Regie Ernst Lubitsch. Drehbuch Ernst Lubitsch, Hanns Kräly, frei nach Motiven aus E. T. A. Hoffmanns Der Sand-mann sowie der gleichnamigen Operette von Edmond Audran. Mit Ossi Oswalda, Hermann Thimig, Marga Köhler, Paul Morgan, Ernst Lubitsch.
Ein junger Mann wird von seinem reichen Onkel zur Heirat gedrängt. Da er mit Frauen nur wenig anzufangen weiss, flüchtet er in ein Kloster, dessen Mönche in Saus und Braus leben und die ihren Lebensstandard dadurch aufrechterhalten wollen, dass sie ihren Gast zum Schein mit einer Puppe verheiraten, um die Mitgift einzustreichen. Als die bei einem Puppenmacher in Auftrag gegebene Kunstfrau bei der Auslieferung zerstört wird, springt dessen Tochter ein, in die sich der junge Mann verliebt.
«Fröhlich-anarchisch und mit Méliès’schem Charme zelebrieren der Zauberkünstler Ernst Lubitsch und eine grandios aufgelegte Ossi Oswalda die Komik vermeintlich unbelebter Körper und konterkarieren genüsslich das bürgerliche Wunschbild einer domestizierten Ehefrau, die nicht aus der Reihe zu tanzen hat.» Internationales Frauen Film Fest
«Deutlich ist bereits die erzählerische Leichtigkeit von Ernst Lubitsch zu erkennen, der ein ausgeklügeltes Spiel mit Schein und Sein treibt.» Lexikon des internationalen Films
Vorstellungen mit Livebegleitung von Wieslaw Pipczynski (Klavier, Theremin)


