ANOU BANOU ODER DIE TÖCHTER DER UTOPIE
CH/BRD/FR 1983, 85', DCP, OV/d. Regie Edna Politi. Drehbuch Edna Politi.
Die Gleichberechtigung von einst ist zum Mythos geworden, die Frauen wurden mit der Normalisierung des Lebens auf konventionelle Positionen zurückgedrängt. Beeindruckender Dokumentarfilm, der auf einfühlsame Weise veranschaulicht, wie Ideale an der Wirklichkeit scheitern. Ein klarsichtiger, vielschichtiger Beitrag zur Geschichte Israels.
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Rex 11
«Emma, Yelka, Yehudit, Mita, Pnina und Rachel sind sechs Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im zaristischen Russland oder in Polen geboren wurden und in den 1920er Jahren nach Palästina emigrierten. Sie wollten ‹ein Land schaffen, indem sie sich selbst schufen› (hebräisch: anou banou). 60 Jahre später erinnern sie sich an die Abenteuer, Hoffnungen und Kämpfe jener Zeit, in der sie glaubten, dass sich die Welt verändern würde. Als Erbinnen der Ideen von Marx, Herzl und den russischen Feministinnen kämpften sie mehr oder weniger erfolgreich darum, Sozialismus, Zionismus und Feminismus miteinander in Einklang zu bringen. Was ist aus ihrem Traum geworden? Der Staat Israel wurde gegründet – aber ist es wirklich der Staat, den sie sich vorgestellt haben?» Solothurner Filmtage


