THREE DAYS OF THE CONDOR
US 1975, 117', DCP, E/d. Regie Sydney Pollack. Drehbuch Lorenzo Semple Jr., David Rayfiel, nach einem Roman von James Grady. Mit Robert Redford, Faye Dunnaway, Cliff Robertson, Max von Sydow.
Die Mitglieder eines literarischen Vereins, der in Wirklichkeit für die CIA fremdsprachige Bücher auf verschlüsselte Nachrichten hin analysiert, werden ausgelöscht – bis auf Joe Turner (Robert Redford), der gerade in der Mittagspause war. Er taucht unter und versucht herauszufinden, wer den Anschlag verübt hat. Die Spur führt in die eigenen Reihen.
«Joe Turner arbeitet unter dem Codenamen ‹Condor› bei der American Literary Historical Society in New York. Bei dieser angeblich literaturhistorischen Gesellschaft handelt es sich jedoch in Wirklichkeit um ein geheimes CIA-Büro, das Printmedien aus der ganzen Welt analysiert. Als Turner eines Tages aus der Mittagspause in sein Büro zurückkommt, findet er alle seine Kollegen erschossen vor. Er informiert sofort das CIA-Hauptquartier, das ihn auffordert, zu einem Treffpunkt zu kommen, um ihn in Sicherheit bringen zu können. (…) Robert Redford war Sydney Pollacks Lieblingsschauspieler. Als von seinen eigenen Leuten gehetzter CIA-Mitarbeiter brilliert er zum vierten Mal unter dessen Regie.» Kinok St. Gallen
«Das Beängstigende an diesem mitreissenden und spannenden Thriller ist, dass er nach Watergate nur allzu glaubwürdig ist. Verschwörungen zum Mord durch Bundesbehörden fanden sich früher in obskuren Pamphleten der extremen Linken. Jetzt sind es Hochglanzunterhaltungen mit Robert Redford und Faye Dunaway in den Hauptrollen. Wie schnell gewöhnen wir uns an die deprimierendsten Möglichkeiten unserer Regierung – und wie schnell kommerzialisieren wir sie. Früher spielten Hollywoodstars Cowboys und Generäle. Jetzt sind sie Abhörer, Attentäter oder Zielpersonen.» Roger Ebert, «Chicago Sun Times»


